Sauer macht lustig?

Macht sauer lustig?

Wer es schafft, in eine saure Zitrone zu beißen, weiß,  welche Auswirkungen dieser ungewohnte Kick, welcher durch Mark und Bein, in jede Zelle des Körpers fährt, haben kann. Es fühlt sich an, als würde man kurz eine Achterbahn fahren, in ungeahnte Lüfte emporgehoben werden – kurzum, man fühlt sich erquickt auf ganz besondere Weise, auch wenn anfänglich die Gesichtsmuskeln etwas anderes bedeuten.

Doch, obwohl Zitronen sauer schmecken, haben sie keinen säuernden Effekt in unserem Körper – im Gegenteil werden sie alkalisch verstoffwechselt. Doch was genau bedeutet das?

Unser Blut hat einen sog. pH-Wert von 7,35 – 7,45. Dies ist der negative dekadische Logarithmus (= „Zehnerlogarithmus“) der Wasserstoffionen-Aktivität.  Er besagt, wie viel Säuren bzw. wieviele Basen sich in einer bestimmt Lösung befinden.  Je niedriger der ph-Wert, desto saurer die Lösung.

Für unser Blut spielt dieser Wert eine wichtige Funktion für den reibungslosen Ablauf unseres Herz-Kreislauf-Systems sowie unserer Versorgung mit Sauerstoff. Wird unser Blut zu sauer, werden unsere roten Blutplättchen, die für einen einwandfreien Sauerstoff Transport verantwortlich sind, starr und  beginnen, sog. Geldrollen zu bilden. Dies führt dazu, dass die Plättchen in bereits vorgeschädigtem Gewebe und unseren Arterien stecken bleiben können und so eine Unterversorgung mit Sauerstoff verursachen. Ein bekanntes Beispiel sind Herz- oder Niereninfarkt, sowie Schlaganfälle.

Wie wir gesehen haben, versucht unser Körper durch eine Reihe von Maßnahmen, den ph-Wert unseres Blutes ständig in diesem idealen pH-Wert zu halten. Einer dieser Mechanismen ist unsere Atmung. Atmen wir oberflächlich oder erhalten keinen Sauerstoff durch langes Sitzen in Büros und Mangel an Bewegung in frischer Luft, können Säuren nicht abgeatmet werden, unser Blut und Gewebe werden geraten in ein Milieu, welches den Zellstoffwechsel extrem beeinträchtigt.

Auch Zucker, Weißmehl, Fleisch, belastende Situationen sorgen für eine zunehmende Säurelast. Wird diese nicht abgebaut, kann unser Gewebe nicht mehr adäquat versorgt werden. Darüber hinaus kommt es zur Verhärtung auch unseres Herzmuskels und unserer Arterien. Es ist seit langem bekannt, dass Herzinfarkte auf eine langjährige Säurebelastung zurückzuführen sind. Wird das System aufgrund von Überbelastungen (Extremsport, Nikotin, Gifte, Alkohol, Schlafmangel, seelische belastende Situationen) zusätzlich strapaziert, kommt es  zu einer akuten Krise, die mit einem Absterben der Herzmuskelzellen verbunden ist.

Wir können jedoch mit einfachen Mitteln vorbeugen:

–          Ernähren wir uns mit reifem Obst und Gemüse, erhält unser Körper ausreichend Mineralien, um anfallende Säuren zu kompensieren. Dazu zählen auch Zitrusfrüchte, wie die oben angesprochene „leckere“ Zitrone! (Unreifes Obst auf der anderen Seite wird zu Säuren verstoffwechselt)

–          Ersetzen wir Kaffee und schwarzen Tee mit mineralienhaltigem Kräutertee, wird die Säurelast eingedämmt!

–          Gehen wir regelmäßig an die frische Luft und regenerieren wir unsere Zellen beim Walken, Spazierengehen oder Joggen mit Sauerstoff und tiefer Atmung, sodass auch hier einer Übersäuerung vorgebeugt wird und diese abgeatmet werden kann.

–          Schaffen wir belastende Situationen aus dem Weg bzw. versuchen Sie vorab zu vermeiden, können wir die Belastung mit Salzsäure eindämmen. Auch hier spielen die Atmung, mäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und Übungen wie Meditation oder Yoga eine wichtige Rolle.

–          Verzichten wir auf Fertigkost und fangen wieder an, natürliche Produkte zu uns zu nehmen. Fertigprodukte bestehen aus Zucker, Weißmehl, Additiven, die alle von unserem Organismus in Säuren umgewandelt werden.

Den ph-Wert des Urins kann man leicht mit Teststreifen aus der Apotheke messen. Dieser sollte nicht unter 7,0 liegen, wobei mehrmals am Tag gemessen werden sollte. Bei extremer Übersäuerung kann man auch auf Mineralienzitrate, wie Magnesiumzitrat zurückgreifen.

Besser ist es jedoch, sich langfristig auf natürliche Weise Basen freundlich zu ernähren.

Sie müssen ja nicht gleich in eine Zitrone beißen, obwohl Sie es einmal versuchen sollten! Oder machen Sie sich jetzt zum Frühling eine Lemonade selbst – 2 Zitronen ausgepresst in 1 l gefiltertes Wasser, dazu vielleicht ein paar Erdbeeren, Waldmeisterblätter oder Pfefferminzblätter? Hmmm, lecker!!

Sauer macht nicht lustig, sondern krank!

Alles Gute für Eure Gesundheit

Eure Ginger

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3 Antworten zu Sauer macht lustig?

  1. ultraistgut schreibt:

    Danke, liebe Ellen, für diesen Post, ich lebe mit Erfolg danach, nur auf meinen Kaffee – Weckelixier – niedriger Blutdruck – darauf kann und möchte ich nicht verzichten – Fertigprodukte, Weißmehl – Schnee von gestern – frische Produkte: JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA ! 😎

    Grüße von der Ostsee !

    • gingerclub schreibt:

      Danke, liebe Margitta. Gegen eine gute Tasse Kaffee von feinster Qualität ist sicherlich nichts einzuwenden. Das Zusammenspiel aller Faktoren und die Menge führen erst zu einer Übersäuerung. Ich freue mich, dass Du für Dich erkannt hast, welche Ernährung dem Körper und Geist gut tun.

  2. chillendeSchiller schreibt:

    Danke liebe Ginger!

    Sehr aufschlussreich Deine Themen. Ich habe noch viel an mir zu arbeiten. Ich sehe dass
    schon, ich sollte Dich also finden🙂 Wobei in der Theorie doch schon alles (fast) bekannt
    ist …. die Umsetzung!!! Bin dabei !!

    Chilli an Ginger……
    wünsche einen federleichten und prickelnden Dienstag
    ♥ ჱڿڰۣ— ❤

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