„Die Zucht der Zukunft“

Ich war letzten Sommer in Quebec, Canada, bei Bekannten zum legendären BBQ eingeladen. Da ich ja kein Fleischesser bin, wurde mir der für Quebec so berühmte leckere, saftige „Corn“, sprich Maiskolben, angeboten. Ich habe selten so etwas fantastisches gekostet. Nach ein paar Bissen jedoch wurde mir auf einmal bewußt, das ich dort so freudig in ein genmanipuliertes Stück Mais reinbiss. Für die Kanadier ist das Thema nichts besonderes, vielmehr amüsieren sie sich leicht über die deutsche Haltung. Ich für meinen Teil bin froh, dass meine Ohren bis heute nicht größer geworden sind oder sich sonstige Veränderungen eingestellt haben (zumindest mir nicht ersichtliche).

Doch Spaß beiseite -heute möchte ich Euch einen Künstler vorstellen, der sich auf eine besonders schöne Art mit dem Thema Umwelt und Gentechnik beschäftigt: der Photokünstler Achim Koerfer.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen seines Beitrages:

FLORAL IMPACT „Die Zucht der Zukunft“

Die Hybris des Menschen zeigt sich besonders da, wo er massiv in die Natur eingreift. Ein Beispiel dafür ist die Gentechnik, die systematische Manipulation des Erbguts von Pflanzen. Denn keinem Wissenschaftler ist es gegeben, so weit in die Zukunft zu schauen, um die Folgen seiner Züchtung überblicken zu können.

Niemand weiß, welche Konsequenzen ein gravierender Eingriff des Menschen auf die Natur haben kann. Pflanzen, die nicht mehr ihrer ureigenen Bestimmung folgen, sondern zu einem technischen Produkt geworden sind.

Hört man den Befürwortern der Gentechnik zu, so scheinen sie nur hehre Absichten zu hegen. Sie wollen den Hunger in der Welt bekämpfen, indem sie Getreidesorten züchten, die mehr Ertrag bringen und weniger anfällig für Krankheiten sind. Das hört sich gut an. Doch welche Folgen hat das? Wie verkraften Mensch und Tier die ungewohnte Kost? Welche Auswirkungen haben genmanipulierte Pflanzen auf angrenzende konventionelle Kulturen?

Schon ohne Gentechnik sind 22% aller Pflanzen vom Aussterben bedroht. Und mit ihnen sterben zahllose Tierarten aus. Schuld daran ist ganz allein der Mensch. Eine enorme Bedrohung geht auch von eingeschleppten Pflanzenarten aus. Sie verdrängen einheimische Gewächse und schädigen die Artenvielfalt aus. Ähnliches ist von Genmutanten zu befürchten.

Ob schonungslose Rodung von Regenwäldern, aggressive Landwirtschaft oder genetische Manipulation – wo auch immer der Mensch der Natur seinen Stempel aufdrückt, ist der wahre Grund immer Gewinnstreben. Und der Verlierer ist jedes mal die Natur. Denn die Schäden sind in jedem Fall irreversibel.

Was bei all dem geflissentlich übersehen wird: Auch der Mensch ist ein Stück Natur. Und sägt unverdrossen an dem Ast, auf dem er sitzt. Mag sein, nicht er persönlich. Doch wir tragen die Verantwortung dafür, dass auch noch kommende Generationen auf dieser Erde leben können. Der Einsatz von nicht beherrschbaren Technologien – und dazu gehört Gentechnik ohne Zweifel – birgt ein unkalkulierbares Risiko. Unbewusst spüren wir, dass die Natur nicht perfektioniert werden kann.

Ihr liegt ein Jahrtausende langer Evolutionsprozess zugrunde, in dem sich jedes Pflänzchen optimal an seinen Lebensraum anpassen konnte. Wenn der Mensch hier eingreift, kann es nur zu einem Akt der Zerstörung führen. Mit welchen Folgen, wird sich möglicherweise erst in ferner Zukunft zeigen.

Aufgabe des Menschen kann es nur sein, sich für den Erhalt der Arten zu engagieren. Was auch immer die Natur hervorgebracht hat, hat seinen Sinn und Zweck. Und was auch immer der Mensch daran manipuliert, kann nicht zu einer Verbesserung führen, sondern zur Störung eines komplexen Systems. Mit meiner Werkreihe FLORAL IMPACT versuche ich dies eindringlich visualisiert. Nicht mit erhobenem Zeigefinger und brachialen Mitteln, sondern mit sensiblen Bildkompositionen, die gleichermaßen anziehend und berührend sind.

Achim Koerfer

Danke, lieber Achim! Deutschland ist Gott sei Dank Vorreiter im Schutz vor genmanipulierten Pflanzen! Da können wir, finde ich, stolz drauf sein. Wie seht Ihr das?

Sämtliche Motive der Werkreihe sowie nähere Informationen über den Fotokünstler finden Sie auf seiner Website unter: www.unikatfabrik.de

Über gingerclub

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