Sind Sie sauer?

Jeder kennt das von uns. Wir regen uns über Kleinigkeiten auf, den Hundekot auf dem Gehweg, die unhöfliche Bedienung an der Kasse, die Freundin, die ein Geheimnis ausgeplaudert hat.

Ab und zu sauer zu sein, ist vollkommen menschlich. Doch was sagt uns es, wenn wir ständig sauer sind, der Welt nichts Nettes mehr abringen können und wir nur noch einfach vor uns hinsauern?

Die Psyche reagiert auf unseren Körper, wie auch umgekehrt unser Körper auf unseren Gemütszustand reagiert. Ist unser Gewebe übersäuert durch Säure bildende Nahrungsmittel, wie Zucker, Weissmehl, Fleisch und Wurstwaren, Kaffee, Alkohol oder Nikotin, so müssen diese Säuren vermehrt von unserem Körper neutralisiert werden.

Übersäuerung gibt es nicht?

Die Schulmedizin weist zwar ständig darauf hin, dass es keine Übersäuerung gibt mit dem Argument, dass durch Puffer wie Bicarbonat und unsere Niere unser Blut immer in einem konstanten ph-Wert gehalten wird, dennoch übersäuert unser Gewebe in zunehmendem Maße.

Von welchen Säuren reden wir?

Unser großartiges Chemiewerk, genannt Stoffwechsel, produziert ständig Säuren. Angefangen von der agressivsten Säure, die wir mitten in uns tragen, nämlich der Salzsäure in unserem Magen. Nur zum Vergleich: Würde man Salzsäure auf ein Stück Holz geben, wäre dieses innerhalb von Sekunden durchgeätzt. Nur durch einen komplizierten Schutz der Magenschleimhaut sind wir in der Lage, diese für die Verdauung so wesentliche Säure zu blocken.

Ein weiteres Beispiel ist die Schwefelsäure, welche sich in unserem Darm bildet, wenn Speisen unverdaut in unseren Darmwindungen verweilen.

Kennen Sie Muskelkater? Die Verhärtung der Muskulatur ist eine direkte Konsequenz der Anreicherung von Milchsäure, die durch die anaerobe Energiegewinnung entsteht.

Weitere Säuren sind die Oxalsäure, die durch den Genuss von Tee oder Rhababer entsteht.

Wieso übersäuern wir?

All diese Säuren werden in einem gesunden Gleichgewicht durch sog. Basen gepuffert oder abgeatmet und damit neutralisiert. Basen sind für unseren Körper Mineralien, Kalzium, Magnesium, Kalium und Natrium. Nehmen wir ausreichend von diesen Mineralien zu uns, können die Säuren uns nichts anhaben.

Doch leider ist unsere Kost im Regelfall sehr Säure – lastig und defizitär an Mineralien. Jedes Fertiggericht enthält einen hohen Zucker und Weissmehl – Anteil, jedes unserer beliebten Erfrischungsgetränke, wie Cola, Fanta, etc. enthält bis zu 30 % Zucker. Weiterhin essen die meisten von uns gerne Wurstwaren oder jetzt gerade wieder „lecker“ gegrilltes Fleisch, welches dem Körper eine reichliche Portion Arachidonsäure bzw. Harnsäure zuführt entstehen läßt.

Mineralien haltige Nährmittel werden hingegen weitgehend vernachlässigt. Es sind jedoch nicht etwa „Mineralgetränke“ oder Mineraltabletten die Quelle unserer Mineralien, sondern in Pflanzen gespeicherte Mineralien, welche natürlich gebunden sind.

Was passiert bei so viel Säure?

Nun, unser Körper ist unser stärkster Verbündeter und versucht uns ständig am Leben zu erhalten. Damit es nicht zu Verätzungen von Hirn oder anderen lebenswichtigen Strukturen kommt, passiert folgendes:

Die Säuren werden dort zwischengelagert, wo sie am wenigsten Schaden anrichten können, nämlich in unserem Bindegewebe bzw. in unseren Gelenken. Fühlen Sie sich steif, leiden häufig an Wadenkrämpfen oder Muskelschmerzen , schmerzen Ihre Gelenke, fühlen Sie sich schwindelig oder depressiv? Dies bedeutet höchstwahrscheinlich, dass Sie einer hohen Säurelast ausgesetzt sind.

Der zweite Trick unseres Organismus ist, Säuren mit Hilfe von Körper – eigenen Mineralien zu neutralisieren. Unsere Skelettstruktur, d.h. unsere Knochen, unsere Haare, Fingernägel, aber auch unser Nervensystem sind Mineralspeicher. Diese werden langsam aber sicher geplündert, um uns vor Verätzungen zu Schützen. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum Sie schlechtgelaunt sind, brüchige Haare, oder Anzeichen von Osteoporose haben?

Keins dieser Symptome entwickelt sich über Nacht! Sie entwickeln sich über Jahre, schleichend, ohne, dass wir etwas davon ahnen.

Säure und Bluthochdruck

Auch unser Herz ist nur ein Muskel, ebenso wie, wie wir gesehen haben, unsere Innenwände der Arterien. Auf den Herzmuskel werde ich in meinem nächsten Artikel eingehen, da dieses Thema zu wichtig ist und einer Einzelbetrachtung bedarf. Für unsere Arterien bedeutet eine erhöhte Säurelast eine Versteifung der Muskulatur der Arterienwände, d.h. die Elastizität läßt nach. Je enger und unelastischer unsere Arterien, desto mehr Druck muss unser Herz aufbringen, um gegen die Enge anzupumpen. Dies wiederum bedeutet ein Blutdruckanstieg.

Sind Sie übersäuert?

Wenn Sie wissen möchten, ob Sie übersäuert sind, besorgen Sie sich einen einfachen Urin ph-Teststreifen aus der Apotheke. Füllen Sie etwas Morgen Pipi in einem Behälter ab (ein paar Tropfen erst in das Toilettenbecken ablassen), dann halten Sie einen Teststreifen hinein. Sie werden anhand der Färbung ablesen können, wie hoch Ihre Säurelast ist. Dies ist jedoch nur ein ungenauer Anhaltspunkt, da sich nur um eine Momentaufnahme handelt.

Wenn Sie einen genauen Status haben möchten, sollten Sie diesen bei einem guten Heilpraktiker oder Arzt für Naturheilkunde durchführen lassen.

In den folgenden Artikeln werde ich Ihnen mitteilen, wie Sie Ihre Säurelast langsam abbauen können. Hier schon einmal ein Anhaltspunkt:

Vermeiden Sie Weißmehl, Einfachzucker, Fleischprodukte, Kaffee, Alkohol und Nikotin soweit es geht. Dies ist der erste Schritt, der zweite folgt bald.

Sein und werden Sie nicht sauer! Strahlen Sie mit guter Laune und sonniger Seele!

Beste Frühlingsgrüße

Ihre Ginger

Über gingerclub

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2 Antworten zu Sind Sie sauer?

  1. ultraistgut schreibt:

    Sauer bin schon mal, aber ob ich übersäuert bin, keine Ahnung, vielleicht sollte ich auch mal einen Text machen ? Weißmehl habe ich sowieso längst aus meinem Küchenplan verbannt, Zucker relativ wenig, Fleisch ebenso, mehr Fisch, morgens ein Tässchen Kaffee, mittags einen Cappuccino, ein Gläschen Wein in Ehren, Nikotin igitt !!

    Gute Laune und sonnige Ausstrahlung – meistens – die Gefahr dürfte nicht allzu groß sein, aber man weiß ja nie, ich werde dich weiterhin verfolgen !! 😉

    Osteoporose habe gerade einen Test gemacht – überdurchschnittlich gute Werte für mein Alter, so kann es bleiben !

    Danke für diese Infos ! 😎

    • gingerclub schreibt:

      Na, das ist ja vorbildlich. Dass Du keine Osteoporose entwickelst war mir schon klar. Laufen ist ja auch das beste Mittel dagegen. Danke für Deinen Kommentar und weiter so :-))

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