Wieviel Druck braucht der Mensch?

Hallo liebe Leser/innen,

ich war gestern eine Weile Wandern bei den relativ milden Temperaturen hier im Osnabrücker Land. Die Buchenwälder der leicht gewogenen schönen Hügel laden regelrecht zu einer Schlammschlacht ein, und man muss aufpassen, dass man nicht mit einem Köpper, Kopf voraus, in einer riesigen Pfütze landet.

So geht es mit Sicherheit auch der neuen Spezies, die man seit einiger Zeit im Wald entdeckt. Wo man früher überrascht war, den Weg eines Hasens oder eines Rehes zu kreuzen, wundert man sich heute über die seltsamen blauen oder roten Farbtupfer, die zwischen den Bäumen aufblitzen und wieder verschwinden. Hat die globale Klimaänderung schon derartige Mutationen hervorgerufen?

Lautlos wie Rehe durchstreifen sie die Wälder, ständig auf der Suche nach neuen Pisten und Schanzen. Nur hoppeln Sie meist nicht, sondern sind eher bereift, landen aber ebenso begeistert in den Schlammtrögen.

Mountainbiker benötigen einen relativ hohen Druck auf Ihrer Bereifung, um über Wurzeln, Felsen, Steine fahren zu können. Je höher der Druck, desto höher ist aber auch das Risiko, dass ein Reifen platzen kann.

Ähnlich, wie bei uns. Eine gewisse Art von Druck ist wünschenswert, damit wir eine Leistung erbringen können, mit welcher wir zufrieden sind. Doch wird dieser Druck zu groß, entstehen gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck, Burn-out, oder Depressionen.

Meist entsteht der innere Druck durch äußere Einflüsse wie Terminvorgaben, Anforderungen in Beruf und Familie, aber auch durch innere Anspannung, Gedanken – Chaos, Mangel an Eigendisziplin.

Was können wir dagegen tun?

Ich habe für mich festgestellt, das eine der wichtigsten Maßnahmen, um unnötigen Druck zu vermeiden, ist, eine tägliche Liste zu erstellen, was uns wirklich an diesem Tag wichtig ist. Allerdings sollten wir nicht die ganze Liste vollschreiben, sondern uns täglich drei Dinge überlegen, die für uns eine absolute Priorität darstellen, nicht für den Job, nicht für die Familie, nicht für Bekannte oder Verwandte, sondern rein für uns.

Dies ist auch eine Möglichkeit, aus dem „Hamsterrad“ herauszukommen, sich für sich weiterzuentwickeln, ohne nur auf unsere Umwelt zu reagieren. Vielmehr lernt man so, zielgesteuert zu agieren. Sie werden das Gefühl bekommen, selbst-bestimmt zu leben und nicht die nagende Frage mit sich herumtragen, wofür Sie das alles tun.

Überlegen Sie sich einfach, wie Sie auf folgende Fragen antworten würden:

1) Was würde ich immer machen wollen, auch wenn ich kein Geld oder keine Anerkennung dafür erhalte?

2) Was habe ich seit meiner Kindheit schon immer gerne gemacht?

3) Was würde ich am meisten bereuen, nicht in meinem Leben getan zu haben, wenn ich heute aus dem Leben gerissen werde?

Für mich sind diese drei Prioritäten im Moment a) meine Online-Seminare gegen Bluthochdruck u.a. zu erarbeiten b) zu schreiben c) mich durch Laufen und Yoga fit zu halten.

Jeden Tag erledige ich die drei Aufgaben und weiss, dass ich damit zufrieden bin. Ich lasse mich so von nichts und niemanden unter Druck setzen, da ich weiss, dass ich auf meinem Weg bin. Natürlich muss die Steuererklärung gemacht werden, der Haushalt, etc., aber das kann mich alles nicht unter Druck setzen, da ich für mich meine Prioritäten erfüllt habe und somit zufrieden bin.

Wie sehen Ihre 3 Prioritäten aus?

Vielleicht ist es, soviel Zeit wie möglich mit Ihrer Familie zu verbringen, einmal am Tag mit Ihren Kindern gesungen, gespielt oder getobt zu haben? Setzen Sie es auf Ihre Liste! Vielleicht, jeden Tag an Ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu arbeiten? Setzen Sie es auf Ihre tägliche Liste!

Schreiben Sie die Prioritäten auf! Natürlich kann sich die Liste ändern. Bei mir steht kurz dahinter Reisen, Lesen, und Malen, aber für meine jetzige Lebenssituation sind meine Prioritäten eben diese.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen von Dingen, die Ihnen nicht wichtig sind, sonst wird der Reifen, der immer mehr unter Druck gesetzt wird, eines Tages dem Druck nicht mehr stand halten.

Fahren Sie lieber mit optimalem Druck durch das Gelände, d.h. nicht zu viel, nicht zu wenig, damit auch Sie jeden Stein, jede Wurzel und jedes Hinderniss mit Leichtigkeit nehmen, und nicht in jedem Schlammloch stecken bleiben.

Mit herzlichen Grüßen

Eure Ginger

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Über gingerclub

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4 Antworten zu Wieviel Druck braucht der Mensch?

  1. ultraistgut schreibt:

    Liebe Ellen, zum Glück leide ich nicht unter zu hohem Blutdruck und selten unter Druck, und wenn ich einmal Druck empfinde, egal welcher Art, dann hilft das Laufen, ich würde mich am liebsten in der Kirche auf die Kanzel stellen und über die vielen guten Seiten des Laufens zu predigen, mein Pastor hat – wie er sagt – nichts dagegen ! 😉

    • gingerclub schreibt:

      Liebe Margitt,

      herzlichen Dank für Deinen Kommentar! Wenn Du auf der Kanzel stehen würdest, würde ich auch tatsächlich in die Kirche gehen und mir das anhören. Deine Überzeugung überträgt sich aber auch so schon und spornt ungemein an:-))

      Happy running!

      Ellen

  2. Bee schreibt:

    Liebe Ellen, DANKE Dir für diesen wunderbaren Beitrag. Dein Blog ist an manchen Tagen wirklich ‚Lebenshilfe‘ pur für mich. Listen mache ich zwar auch, aber die haben mehr als 3 Unbedingtpunkte, weil ich immer alles und noch ein bisschen mehr packen will. Gerade aber habe ich 3 Punkte aufgeschrieben und versuche heute mal diesen Weg. In Etappen wird der Berg erklommen. In diesem Sinne… off to the pool:-)!

    Have a great day,
    Bee

    • gingerclub schreibt:

      Liebe Bee,

      herzlichen Dank für Dein feedback. Es freut mich, wenn ich Dich erreiche. Planung ist so eine Sache, entweder plant man gar nicht oder man plant zu viel. Daher ist 3 irgendwie eine gute Zahl – es sind ja die Prioritäten – schwimmen, running, swimming… right? Have fun:-)

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