Pfanzlich? So-ja!

Kritiker der pflanzlichen Ernährungsweise weisen gerne darauf hin, dass Pflanzenesser sich „mangelhaft“ ernähren und daher leicht erkranken.

Sicherlich hört man ab und zu von solchen Fällen, in denen Menschen einfach nicht wußten, wie sie sich richtig ernähren sollten. Dennoch zeigt die überwiegende Zahl der Menschen, die sich ausschließlich von Pflanzenkost ernähren, eindeutig bessere Blutwerte, eine geringer Zahl an Erkrankungen, eine insgesamt bessere Konstitution und mentale Stärke. Erwähnt seien hier von allem auch Leistungssportler wie Stefan Hiene oder Elma Selm oder etliche Marathonläufer. Eine optimale frische Pflanzenkost frei von Pestiziden  bietet einen unglaubliches Nähr- und Heilpotential für unseren Körper.

Um das Optimum dieser Ernährungsweise für sich zu erfahren, müssen wir jedoch einige Ernährungsregeln beherzigen. Leider ist uns ja der Instinkt abhanden gekommen, genau zu wissen, was unser Körper gerade benötigt. Daher möchte ich im Folgenden auf ein paar wichtige Ernährungshinweise eingehen:

Laut der zuletzt 1991 von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erstellten Studie sollte unsere Nahrung idealerweise wie folgt zusammengesetzt sein:

25 bis 30 Prozent Fett
55 bis 60 Prozent Kohlenhydrate
12 Prozent Eiweiß

Fett:

Der Körper benötigt Fett für den Aufbau unseres Nervensystems, für Zellschutz, die Verwertung wichtiger Vitamine E,K, D, A,  der Gesunderhaltung von Haut und Gehirn, sowie zum Schutz unseres Herzens und unserer Arterien. Hierbei kommen vor allem essentielle ungesättigte Fettsäuren, Omega 3 Fettsäuren, Linolsäure, sowie Lecithin zum tragen. Wichtigste Quellen dieser Fettsäuren sind z.B. Nüsse, Avocados, Leinsamen, Quinoa, Amaranth, Oliven, Olivenöl, Traubenkernöl, Bucheckern, Eßkastanien, Löwenzahn. Tierische Fette wurden bereits an anderer Stelle erörtert.

Kohlenhydrate

Sind nichts weiter als Kohlen-Wasserstoffverbindungen, die sich in jeder organischen Materie befindet, und uns durch deren Verbrennung Energie zuführt. Jede Pflanze enthält sie, vor allem Kohlsorten, Obstsorten, Kartoffeln, Getreide, Quinoa oder Amaranth.

Eiweiss

Unser Körper benötigt für fast alle Funktionen Eiweiss, von Muskelaufbau über die Herstellung von Blut- und Immunzellen bis hin zur Erstellung unseres Erbgutes. Es wird immer wieder gedacht, dass Fleisch oder tierische Produkte die ideale Eiweissquelle für uns Menschen sind. In Wirklichkeit ist dieses Eiweiss oder Protein schwer für uns verdaulich. Vielmehr führt eine Ernährung mit tierischem Eiweiss zu Darmfäulnis, Übersäuerung des Körpers, sowie Ablagerungen der nicht verstoffwechselten Moleküle an Arterienwänden und in Gehirnstrukturen.

Während die empfohlene Menge an Eiweiss bei ca. 12 gr tgl. liegt, werden in Deutschland pro Kopf und Tag durchschnittlich 130 gr verzehrt. Hier vor allem tierisches Eiweiss, dessen Bioverfügbarkeit viel geringer ist als pflanzliches Eiweiss.

So hat man vor allem bei Alzheimer Erkrankten nach ihrem Ableben sog. Ameloyde, große Eiweissmoleküle, in deren Gehirnwindungen gefunden.

Steaks machen stark?

Haben Sie schon einmal einen Gorilla oder einen Elefanten gesehen? Die sehen gerade nicht schwächlich, oder? Sie beziehen ihre gesamte Proteinversorgung aus pflanzlicher Kost. Für uns gilt als Empfehlung, 0,8 gr bis 1 gr pro kg Körpergewicht täglich an Proteinen zu konsumieren. Am besten kombiniert man verschiedene Eiweißarten miteinander, wie das klassische südamerikanische Gericht „Reis mit Bohnen“.

Die besten Quellen für eine pflanzliche Eiweisskost sind die Getreidesorten Amaranth und Quinoa (am besten gemahlen roh essen), unsere hiesigen Getreidesorten, Erbsen, Linsen, Bohnen in allen Varianten, Kichererbsen (kochen, dann im Mixer pürieren mit etwas Olivenöl, Meersalz, Knobi, Zitrone, und Cayennepfeffer abschmecken), Erdnussbutter (Peanutbutter), Brokkoli, Spinat, Tofu, Seitan, Tempeh, Algen aller Art (Spirulina, Chlorella).

Ist Soja die beste Alternative?

Obwohl Soja-Produkte einen sehr hohen Eiweissanteil von 11 gr in einer Portion aufweisen, wird der Effekt seiner phyto-östrogenen Eigenschaften immer wieder diskutiert. Dieser kann bei Frauen zu einem erhöhten Risiko von Brustkrebs führen, bei Männern zu Prostata Vergrößerung und gar Karzinomen wie in amerikanischen Studien belegt . So können schon 2 Gläser Soja Milch täglich bei Frauen den Menstruationszyklus verändern.

Ein weiterer Aspekt ist die Gen-Manipulation. Die meisten Anbauer der beliebten Bohne, wie Monsanto, Cargill Foods, oder SoyLife stellen gen-manipuliertes Soja her, wobei ein Teil deren Produkte nicht nur den amerikanischen Markt überschwemmt, sondern sich die veränderte Variante auch mit gen-freien Anbauflächen vermischt.

Leider wird auch in Deutschland Soja als „die Alternative“ zu Fleisch schlechthin in einer gesamten Produktpalette angeboten von der Sojamilch bis hin zur Babynahrung und dem „Tofu-Schnitzel“. Daraus hat sich ein Markt entwickelt, der unseren eigenen Anbaubedarf lange nicht mehr decken kann. Deutschland ist ein Netto Importer von 29 Millionen ha Land, hauptsächlich aus Südamerika, die für den Anbau für Soya bereitgestellt werden (hierunter fällt allerdings auch Soja als Tierfutter). Unsere Landes – typischen Eiweiss-Lieferanten wie Erbsen, Linsen, oder Bohnen erfahren andererseits eine minimale Nachfrage, obwohl sie Soja lange das Wasser reichen können.

Fazit: So – ja!

Achten Sie beim Verzehr von Soja darauf, dass es nicht zu ihrer Haupteiweissquelle wird, und achten Sie darauf, wo Sie es beziehen, d.h. welches Herstellerland und welche Firma dahintersteckt. Versuchen Sie einfach mal wieder klassiche Gerichte mit Erbsen, Linsen und Co., die bestimmt genauso lecker sind.

Vitamin B 12 und Eisen

Ein weiterer wichtiger Faktor pflanzlicher Ernährung sind die Zufuhr von Vit B 12 und Eisen.

Der Mensch benötigt in seinem ganzen Leben nur ein Körchen B 12. Dennoch spielt dieses Vitamin für eine Vielzahl unserer Stoffwechselvorgänge eine wesentliche Rolle. Es unterstützt z.B. unseren Muskelaufbau, schützt unser Nervensystem, oder sorgt für Energie. Eine wesentliche Voraussetzung für die Resorption von B12 ist eine intakte Darmflora. Die dort lebenden positiven Darmbakterien sind überhaupt erst in der Lage, für uns Menschen dieses Vitamin zur Verfügung zu stellen. Obwohl Fleisch als wichtigste B 12 und Eisen Versorgung gilt, gibt es andere wichtige Quellen:

Frisches, enzymreiches Sauerkraut. Die Fermentierung durch Bakterien im Weißkohl läßt geringe Mengen an B 12 entstehen. Davon sollte so viel wie möglich zwischendurch gegessen werden.

Algen – Chlorella und Spirulina Algen gelten als sehr gute B 12 und Folsäure Quelle. Leider gibt es unterschiedliche Aussagen darüber, wie bioverfügbar dieses B 12 ist. Bei kritischen Studien ist allerdings nicht die zur Resorbierung essentiell wichtige Darmflora untersucht worden.

Sollten Sie sich müde, nervös fühlen, oder ein Kribbeln in den Gliedmaßen spüren, lassen Sie Ihr Blut kontrollieren. B 12 wird in der Leber gespeichert und steht bei einer intakten Leberfunktion bis zu 6 Jahren zur Verfügung.

Eisen

Auch Eisen ist nicht nur in Fleisch enthalten. Da Eisen, vor allem das zwei-wertige Eisenmolekül, wichtig für unsere Sauerstoffversorgung ist, müssen Pflanzenesser besonders auf eine ausreichende Zufuhr achten. Müdigkeit, weiße Hautfarbe, Atemnot, blutleere Lippen oder Schleimhäute können ein Hinweis auf Eisenmangel sein. Der wichtigste Aspekt der Eisenaufnahme ist auch hier die Resorptionsfähigkeit. Ein gleichzeitiger Verzehr von Kalzium z.B. kann die Aufnahme in unsere Zellen verhindern. Ebenso der Genuß von schwarzem Tee bei gleichzeitiger Mahlzeit, da die dort enthaltene Oxalsäure diesen Prozess stört.

Sehr gute Eisenquellen sind alle Hülsenfrüchte, vor allem Sesam, dunkle Gemüsesorten, Tofu, Rübenkraut, Spinat, Quinoa (alle 6-8 milligramm pro Tasse). Eine gleichzeitige Einnahme von Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme um das Vielfache.

Dies ist ein kleiner Überblick über wichtige Quellen und Ernährungsaspekte für Pflanzenesser. Elefanten können bis zu hundert Jahre alt werden, ohne jemals gesundheitliche Mängel zu erleiden oder an Stärke zu verlieren. Selbst ein Löwe, bekanntlich ein Fleischfresser, würde es nicht wagen, einen Elefanten anzugreifen.

So kann eine pflanzliche Ernährung Sie zu Höchstleistungen bringen, Ihren Blutdruck senken, und Ihnen viele schöne Jahr schenken!

Ich wünsche Ihnen mentale und körperliche Stärke!

Alles Gute für Ihr Herz

Ginger

Wenn Ihr mich unterstützen möchtet, tragt Euch bitte oben rechts in den „Newsletter“ ein, und/oder empfehlt meine Seite per Twitter etc. unten weiter! Danke! Kommentare? Fragen? – Gerne!

Über gingerclub

Helping people to naturally deal with high blood pressure, arthritis and other chronic diseases, seminars, coaching. 15 years of experience in natural health. Copyright (c) 2011 Gingerclub
Dieser Beitrag wurde unter Bluthochdruck, Detoxifikation, Uncategorized abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Danke für Euren Kommentar...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s