Ranzige Arterien – Abwehr freier Radikale

Kennen Sie den Anblick einer alten, nie gesäuberten Abzugshaube? Die seltsamen gelb bis orangen klebrigen Streifen und undefinierbaren Partikel, die die Entlüftung zur Unkenntlichkeit verändern können?

Worum es sich bei diesen Partikeln handelt, sind oxidierte Fette, d.h. Fette, die über die Zeit dem Angriff von Sauerstoff ausgesetzt wurden.

Ähnliche Prozesse treten in Kraft, wenn Low density Lipide (LDL), sog. „schlechtes Cholesterin“ in unseren Arterien auf freie Radikale trifft. „Schlecht“ an LDL ist die Unfähigkeit dieser kurzkettigen und gesättigten Fettsäuren, von unserem Körper für Nervensystem oder Zellschutz verwendet werden können. Stattdessen kreisen diese riesigen gelben Moleküle solange in unserem Blutkreislauf herum, bis sie bestenfalls irgendwo „verstaut“ werden wo sie den wenigsten Schaden anrichten können, d.h. in unseren Fettdepots und später in Gewebszellen.

Solange kreisen sie jedoch in unserem Arterien- Leitungssystem und bieten genügend Gelegenheit, oxidiert zu werden. Diese Lipidperoxidation kann man an sog. „fatty streaks“, d.h. Fettstreifen an den Arterienwänden ausmachen.

Fettstreifen

Quelle: knol.google.com

Fresszellen bzw. Makrophagen, die erste Barriere unseres Immunsystems, versuchen diese Fettzellen zu beseitigen und greifen gleichzeitig dabei die delikate Innenwand der Arterien an. Als Resultat entstehen die bekannten arteriosklerotischen Plaques, die letztendlich zu Verhärtung der Arterien mit all seinen Folgen für unseren Blutdruck und unser Herz führt.

Natürlich merken wir nichts von diesen Prozessen. Moderne Medizin läßt jedoch einen Einblick gewähren. Ein Leichtes, um diese Schäden vorab einschätzen zu können, ist ein einfacher Bluttest, in welchem Sie LDL bestimmen lassen.

Was können Sie tun?

1) Zum einen können Sie die Aufnahme von LDL vermeiden. LDL steckt in „Wurst“ jeglicher Art, Billigfleisch, tierischen Fette generell. Aber auch sog. guten Fette (HDL), die durch Hitze, unsachgemäße Lagerung, falsche Verpackung, chemische Verarbeitung (siehe Margarine), denaturiert werden, werden in LDL oder sog. Transfette umgewandelt.

2) Erhöhen Sie Ihre Aufnahme an ungesättigten, mehrkettigen Pflanzenfetten, die reich an HDL (High density Lipide = „gutes“ Cholesterin). Je höher deren Anteil, desto geringer der Schaden, den LDL anrichten kann. Frische Avocados, sehr gutes in braunen oder grünen Flaschen abgefülltes Olivenöl, Walnußöl, Kokosöl, und dergleichen sind die besten Quellen (meist ist es so, daß mit steigendem Preis auch die Qualität erhöht ist). Sonnenblumenöl, „Pflanzenöl“, oder Rapsöl werden meist thermisch behandelt, mit anderen Ölen vermischt, oder in Licht unbeständigen Verpackungen angeboten. Mein Tipp: Lesen Sie sich immer die Bestandteile durch: Wenn dort steht „30% gesättigte Fettsäuren“, lassen Sie es stehen. Weiterhin sollte sonst mindestens „virgin“ bzw. „nur mechanisch verarbeitet“ drauf stehen. Der überwiegende Teil muß aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen, da diese von unserem Organismus verwertet werden können.

3) Verzichten Sie auf Fertigprodukte und lesen Sie sich alle Inhaltsstoffe genauestens durch. Selbst ein harmloser Kartoffelsalat wird mit „pflanzlichen Fetten“ zubereitet, d.h. industriell verarbeitete Fette ohne jegliche wichtigen Fettsäuren. Lassen Sie sich nicht in die „Irre führen“, „pflanzlich“ sagt gar nichts über die Qualität oder den jetzigen Zustand aus, sondern lediglich, daß der Rohstoff auf pflanzlicher Basis ist.

4) Erhitzen Sie niemals Fette! Olivenöl kann man erhitzen, um etwas damit anzubraten. Allerdings nur soweit, daß es nicht qualmt. Alles, was qualmt, enthält neben oxidiertem Fett auch eine Menge krebserregender Stoffe. Andere reine Pflanzenöle sollte man nicht erhitzen.

5) Nehmen Sie soviel Antioxidantien, d.h. Schutzstoffe gegen Oxidationsprozesse wie möglich zu sich. Isolierte Vitamine wie Vitamin E oder A können diesen Schutz nicht liefern, da sie nur in ihrem natürlichen Verbund von Enzymen, Vitamin C, Spurenelementen und Mineralien ihre Aufgabe erfüllen können.

In der bekannten „Finnland“ Studie war die Sterblichkeit von Patienten mit Lungenkarzinom nach der Einnahme von isoliertem Vit E und A doppelt so hoch wie ohne.

Essen Sie reifes frisches dunkles, tief oranges oder rotes Obst und Gemüse:  Schwarze Johannisbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Aprikosen, Kürbis, rote Paprika, rote Beete. Alle Farbstoffe in deren Haut ist im Verbund mit einem Cocktail aus pflanzeneigenen Enzymen, Vitaminen, Co-Enzymen, Spurenelementen und Mineralien der beste Schutz gegen Oxidationsprozesse.

Machen Sie diese Leckerbissen zu Ihrer zentralen Nahrungsaufnahme in Form von Pürees (als Ersatz für Marmelade), als Schmuusies (Orginal Smoothies – püriert im Mixer und mit etwas gefiltertem Wasser verdünnt), direkt als Brotbelag, zwischendurch als Knabberspaß, oder in einem wunderschönen Reigen eines Salates frisch gepflückter Salatblätter, Kapuzinerkresse, oder selbst gezogener Tomaten – gekrönt von etwas Cilantro, einem Spritzer Zitrone und einem Schuß öligem „Gold“ in Form von gepreßten Oliven – hmmm, hmmm, soooooo lecker!

Lassen Sie Ihre Arterien nicht so aussehen wie eine alte Abzugshaube, sondern frisch, rosig, von Leben pulsierend, vibrierend, nach Sauerstoff und Bewegung dürstend.

Alles Gute für Ihr Herz

Kennen Sie leckere Rezepte der genannten Antioxidantien, die Sie teilen möchten? Haben Sie Kommentare, Einwände? Haben Sie Fragen? Möchten Sie mehr erfahren, wie Sie Ihre Arterien in Schuß halten und täglich mit Ihrem Blutdruck umgehen können, so daß er nicht zu Ihrem Feind wird?

Ihre Ginger

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